Eine Kanzleistrategie wirkt wie ein Leuchtturm. Sie gibt die nötige Orientierung, um die vielen Möglichkeiten der Mandantengewinnung für sich selbst bewerten und ihnen auch widerstehen zu können. Einschätzen zu können, welche Maßnahmen einen weiterbringen und welche einen nur vom Weg abbringen, spart viel Geld und Zeit. Im oft hektischen Kanzleialltag bietet eine klar benennbare Kanzleistrategie damit Sicherheit und Klarheit auf allen Ebenen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen - auch hinsichtlich der Annahme bestimmter Mandate und Mandanten.
Es gibt unterschiedliche Strategien. In der Anwaltschaft stechen zwei Ausprägungen heraus: der Generalist, also der sogenannte Allgemeinanwalt und der Spezialist. Beide unterscheiden sich im Umfang des Angebots. Weiter geschärft werden kann die Strategie noch, wenn Überlegungen zur Zielgruppe und der Ausgestaltung des Preisniveaus und der Exklusivität ebenso Betrachtung finden. Dann ist nicht nur die Strategie klar, sondern auch die Positionierung im Markt.
Um herauszufinden, welche Kanzleistrategie für welchen Rechtsanwalt die richtige ist, sind zuvor verschiedene Aspekte zu bewerten. Einfluss auf die Zukunft der Kanzlei haben beispielsweise die prognostizierte Nachfrage, der Wettbewerb sowie auch die Stärken und Schwächen der Kanzlei.
Einen Generalisten erkennt man, wenn die Kanzlei Ihre Mandanten in verschiedenen Rechtsgebieten unterstützt und man weder die Rechtsgebiete noch die Mandanten mit einem Satz beschreiben kann.
Eine Spezialisierung einer Anwaltskanzlei liegt vor, wenn entweder ein bestimmter Mandantenkreis mit einem oder mehreren Rechtsgebieten beraten wird oder unterschiedlichste Mandantengruppen in einem Rechtsgebiet unterstützt werden.
Als Boutique wird eine Kanzlei beschrieben, die sich noch weiter auf bestimmte Themen oder Branchen fokussiert. Aber auch Spin-Offs von Großkanzleien werden häufig als Boutique beschrieben.
Eine Kanzleistrategie beschreibt die langfristige Ausrichtung Ihrer Kanzlei, um ein konkretes Ziel zu erreichen. Sie legt fest, welche Mandanten Sie ansprechen, welche Leistungen Sie anbieten und wie Sie sich klar vom Wettbewerb positionieren.
Die Kanzleistrategie definiert was Sie anbieten, wie Sie es anbieten und für wen. Kanzleimarketing setzt diese Strategie operativ um – z. B. über Website, Online-Marketing, Inhalte, Newsletter oder Empfehlungen. Eine Kanzleistrategie gibt also den Rahmen für das Kanzleimarketing und bietet Orientierung bei der Auswahl und Gestaltung der vielen Möglichkeiten.
Das Kanzleicontrolling liefert die Zahlenbasis für die Kanzleistrategie. Somit können Erkenntnisse aus der Vergangenheit für die Entwicklung der Kanzleistrategie genutzt werden, neue Zielwerte definiert werden und die Erfolge gemessen werden.
Die Kanzleistrategie definiert die langfristige Ausrichtung Ihrer Kanzlei: Ziele, Positionierung, Zielgruppen und Entwicklung.
Das Kanzleimanagement setzt diese Strategie im Kanzleialltag um – etwa durch Prozesse, Organisation, Controlling, Teamaufbau, Investitionen (z. B. in KI) und die Umsetzung des Kanzleimarketings.
Eine Kanzleistrategie wird am besten Schritt für Schritt entwickelt: